Bestehendes Netz
Ochsenbach
Mehr als 25 Häuser sind angeschlossen, das Netz ist etwa 3 km lang. Im Osten des Orts sind weitere Anschlüsse vorbereitet.
Bio-Energie Laub GmbH · Sachsenheim-Ochsenbach
Unser Fernwärmenetz läuft seit über zehn Jahren – heute mit mehr als 25 angeschlossenen Häusern in Ochsenbach, beheizt mit Hackschnitzeln aus heimischem Holz. Jetzt bauen wir aus: nach Spielberg und in die noch nicht angeschlossenen Ecken von Ochsenbach.
Zahlen laut Betreiberangaben und dem Bericht der Bietigheimer Zeitung.
Kurz erklärt
Statt dass in jedem Haus ein eigener Kessel steht, heizt eine große Anlage für den ganzen Ort. Das warme Wasser läuft durch gedämmte Leitungen im Boden bis in Ihren Keller. Dort steht nur noch eine kleine Übergabestation – etwa so groß wie ein Hängeschrank. Und die gehört Ihnen.
Sie drehen weiterhin ganz normal an Ihrem Thermostat. Der Unterschied: kein Heizöl mehr bestellen, kein Kessel, der gewartet werden muss, kein Schornsteinfeger.

Äste und Resthölzer aus der Region, die sonst keine Verwendung finden.

Gehäckselt und gesiebt hier vor Ort. Rund 240 m³ Hackschnitzel decken fünf Betriebstage.

936 kW Leistung, dazu ein Pufferspeicher mit 360.000 Litern unter der Erde.

Gut gedämmt: Auf dem ganzen Weg gehen knapp zwei Grad verloren. Abgabe je nach Außentemperatur mit 70 bis 86 °C.

Übergabestation statt Heizkessel. Abgerechnet wird nach tatsächlich verbrauchter Wärme.
Vorher – nachher
Zwei Verwandlungen: eine bei uns am Heizwerk, eine bei Ihnen im Haus.
Bei uns am Heizwerk


Bei Ihnen im Keller


Was Ihnen gehört
Die Übergabestation bezahlen Sie einmal – danach gehört sie Ihnen. Das gilt für alles auf Ihrem Grundstück, auch für die Leitung ins Haus. Weil es Ihre Anlage ist, beantragen Sie dafür auch die Förderung. Unser Netz reicht bis an Ihre Grundstücksgrenze; bei uns bleibt nur der Wärmezähler, mit dem wir abrechnen.

Warum das besser ist
Nicht ausgedacht, sondern das, was unsere Kunden in Ochsenbach erleben – in mehr als 25 angeschlossenen Häusern, seit über zehn Jahren.
Angaben des Betreibers. Was für Ihr Gebäude gilt, zeigt die Wärmebedarfsberechnung Ihres Energieberaters.
Staatliche Förderung
Der Wechsel auf Fernwärme wird gefördert wie eine neue Heizung. Auch der Hausanschluss und die Übergabestation zählen dazu. Was in Ihrem Fall zusammenkommt, klärt Ihr Energieberater – er sagt Ihnen auch, welche Unterlagen der Antrag braucht.
Gefördert werden auch der Hausanschluss und die Übergabestation. Für die erste Wohneinheit sind höchstens 28.000 € der Kosten förderfähig. Stand Juli 2026, KfW-Programm 458. Welche Boni Ihnen zustehen, hängt von Ihrer bisherigen Heizung und Ihrem Haushaltseinkommen ab — verbindlich entscheidet die KfW.
Ein neuer Öl- oder Gaskessel kostet heute 15.000 bis 25.000 Euro, hält rund zwanzig Jahre und muss danach wieder ersetzt werden. Ab 2045 dürfen Sie damit ohnehin nicht mehr heizen. Der Anschluss ist einmalig — danach zahlen Sie einen Grundpreis und die Wärme, die Sie tatsächlich verbrauchen.
Für den Anschluss zahlen Sie die Übergabestation mit Einbau und Ihren Anteil an Tiefbau, Leitung und Hausanschluss. Diese Kosten werden je Straßenabschnitt ermittelt – je mehr Nachbarn mitmachen, desto günstiger wird es für jeden. Die Anbindung an Ihre Heizung übernimmt Ihr Heizungsbauer.
Für die Wärme zahlen Sie einen Grundpreis je Kilowatt Anschlussleistung und einen Arbeitspreis je Megawattstunde. Beides steht im Preisblatt, das Sie mit dem Vorvertrag bekommen, und wird jährlich zum 1. Januar nach einer festen Formel angepasst.
Wichtig
Den Förderantrag müssen Sie vor dem Baubeginn stellen. Welche Unterlagen die KfW braucht, erklärt Ihnen Ihr Energieberater; die Nachweise zum Wärmenetz stellen wir aus. Eine reine Blindleitung wird nicht gefördert.
Fördergrundlage: KfW-Zuschuss 458, Heizungsförderung für Privatpersonen.
Der Nachbarschaftseffekt
Das ist keine Verkaufsmasche, sondern schlichte Rechnung: Ein Leitungsabschnitt durch Ihre Straße kostet gleich viel – egal, ob drei Häuser daran hängen oder acht. Dieselben Kosten für Graben, Rohr und Technik verteilen sich dann eben auf mehr Schultern.
Schematische Darstellung des Prinzips, keine Preisangabe. Was Ihr Anschluss kostet, hängt vom Straßenzug ab – und davon, wie viele Nachbarn mitziehen.
Wenn Sie zu zweit oder zu dritt anfragen, können wir einen ganzen Abschnitt planen statt einer Stichleitung. Das ist für alle Beteiligten die günstigste Variante – und für uns der Grund, warum wir überhaupt weiterbauen.
Versorgungsgebiet
Wir bauen dort, wo wir zuhause sind. Andere Stadtteile kommen später – erst einmal wollen wir die beiden Orte richtig versorgen.
Bestehendes Netz
Mehr als 25 Häuser sind angeschlossen, das Netz ist etwa 3 km lang. Im Osten des Orts sind weitere Anschlüsse vorbereitet.
In Planung
Der nächste Ausbauabschnitt. Wie schnell es geht, hängt davon ab, wie viele Haushalte sich melden.
Wohnen Sie woanders?
Melden Sie sich trotzdem. Wir sammeln Anfragen aus den umliegenden Ortsteilen und melden uns, sobald ein Ausbau dorthin realistisch wird.
Der Marker zeigt den Standort des Heizwerks in der Aucht. Spielberg liegt keine anderthalb Kilometer östlich davon.
Zukunftsvision der Stadt Sachsenheim
Im Juli 2026 hat der Gemeinderat die kommunale Wärmeplanung beschlossen, erarbeitet gemeinsam mit dem Stuttgarter Fachbüro RBS wave. Das Ziel: bis 2040 klimaneutral heizen – ohne Öl und Gas. Ochsenbach ist darin als Gebiet mit bestehendem Wärmenetz und Ausbaupotenzial ausgewiesen. Das ist unser Netz.
2023 liefen in Sachsenheim 45 Prozent aller Heizungen mit Heizöl und weitere 24 Prozent mit Erdgas. Insgesamt kamen rund 83 Prozent der Wärme aus Öl und Gas. Der Plan zeigt, wie jedes Viertel künftig klimafreundlich heizen kann.
Für die meisten Häuser empfiehlt er die Wärmepumpe. Wo Häuser dicht beieinander stehen, sollen Wärmenetze wachsen – im Zentrum von Großsachsenheim, im Norden von Kleinsachsenheim, in Ochsenbach und in Spielberg.
Für das Wärmenetz-Gebiet Ochsenbach rechnet der Plan mit einer Anschlussquote von 60 Prozent – mehr als die 50 Prozent in den anderen Gebieten. Bis 2040 sollen in Ochsenbach rund 133 Gebäude am Wärmenetz hängen. Auch in Spielberg sieht der Plan Flächen, die sich für ein Wärmenetz eignen.
Damit der nächste Ausbauabschnitt starten kann, brauchen wir mindestens 30 neue Anschlüsse. Wer sich jetzt meldet, macht genau das, was die Stadt für Ochsenbach vorsieht – nur früher.
Quellen: Stadt Sachsenheim, Kommunaler Wärmeplan (Juli 2026) · RBS wave · Bietigheimer Zeitung, 5. Juni 2026
Vom Gemeinderat im Juli 2026 beschlossen.
Aus der Presse
Wer sich anschließt, gibt die eigene Heizung ab. Diese Entscheidung trifft man nur, wenn man weiß, mit wem man es zu tun hat. Deshalb hier zum Nachlesen:
Zeitungsbericht · 7. September 2012
Wie alles anfing: Eigentlich suchte Jürgen Laub nur einen Weg, Brennholz schneller zu trocknen. Daraus wurde das Wärmenetz – die Nachbarbetriebe waren gleich interessiert.
Bietigheimer Zeitung · 28. Dezember 2022
Zehn Jahre Fernwärme in Ochsenbach: rund 3 Kilometer Leitung – und, so Jürgen Laub, „der Ofen läuft seit 10 Jahren ohne größere Probleme“.
Artikel lesenVaihinger Kreiszeitung · 30. Dezember 2022
Mit 78 Grad geht das Wasser ins Netz, mit 76 Grad kommt es beim Kunden an.
Artikel lesenBietigheimer Zeitung · 5. März 2024
Anwohner gründen die Interessengemeinschaft „Nahwärme Ochsenbach“. Ihr Ziel: mehr Anschlüsse – und auf lange Sicht auch Spielberg.
Artikel lesenBietigheimer Zeitung · 5. Juni 2026
Die kommunale Wärmeplanung setzt in Ochsenbach auf das bestehende Netz der Bio-Energie Laub GmbH – als eines der Gebiete, in denen Wärmenetze wachsen sollen.
Artikel lesen
„Ich mach mir die Hände schmutzig – damit Sie es nie wieder müssen.“
„Wir heizen nur mit Holz“, sagt er – aus der Region, hier vor Ort gehäckselt und gesiebt. Der Ascheanfall liegt unter einem Prozent, der Feinstaubausstoß nach Betreiberangaben im Hundertstel-Bereich der erlaubten Werte.
Jürgen Laub ist seit 1991 selbstständig und betreibt das Heizwerk in der Aucht seit über zehn Jahren – heute für mehr als 25 angeschlossene Häuser.
Häufige Fragen
Wir verlegen die Hausanschlussleitung bis in Ihren Keller. Ein von uns beauftragter Fachbetrieb liefert und montiert dort die Übergabestation – etwa so groß wie ein Hängeschrank, mit Wärmemengenzähler. Ihr eigener Heizungsbauer schließt sie an Ihr Heizungsnetz an und baut meist auch einen neuen Warmwasserspeicher ein. Der alte Kessel und der Öltank können raus, Ihre Heizkörper bleiben in aller Regel, wie sie sind.
Übergabestation und Leitung auf Ihrem Grundstück bezahlen Sie einmal, danach gehören sie Ihnen. Bei uns bleibt nur der Wärmezähler, mit dem wir abrechnen.
In aller Regel nein. Wir speisen je nach Außentemperatur mit 70 bis 86 °C ein, damit kommen auch ältere Heizkörper gut zurecht. Fußbodenheizung geht ebenso. Ob in Ihrem Haus etwas anzupassen ist, klären Ihr Energieberater und Ihr Heizungsbauer. Die Anforderungen stehen in unseren Technischen Anschlussbedingungen.
Den Anschluss zahlen Sie einmal: die Übergabestation mit Einbau und Ihren Anteil an Leitung und Hausanschluss. Diese Kosten werden je Straßenabschnitt ermittelt – je mehr Nachbarn mitmachen, desto niedriger. Nach dem Vorvertrag erstellen wir Ihnen dafür ein Angebot.
Für die Wärme zahlen Sie einen Grundpreis je Kilowatt Anschlussleistung und einen Arbeitspreis je Megawattstunde, gemessen am Zähler. Die aktuellen Preise stehen im Preisblatt zum Vorvertrag; sie werden jährlich zum 1. Januar angepasst. Für die Versorgung gilt die Verordnung über Allgemeine Bedingungen für die Versorgung mit Fernwärme (AVBFernwärmeV) – die schicken wir Ihnen mit.
Das Netz läuft seit über zehn Jahren ohne größere Störung und versorgt heute mehr als 25 angeschlossene Häuser. Der Pufferspeicher fasst 360.000 Liter – er überbrückt Zeiten, in denen der Kessel nicht läuft. Zusätzlich ist die Anlage abgesichert, damit die Versorgung auch bei Wartung steht.
Wir verbrennen Restholz, das ohnehin anfällt – kein Holz, das als Bauholz taugen würde. Der Kohlenstoff, der dabei frei wird, war vorher in der Luft, deshalb gilt die Verbrennung als CO₂-neutral. Beim Feinstaub liegt die Anlage nach unseren Messungen weit unter den erlaubten Werten, weil ein großer Kessel mit Filtern sauberer arbeitet als viele kleine Öfen.
Für den Hausanschluss selbst reden wir über wenige Tage. Wenn ein ganzer Straßenabschnitt neu erschlossen wird, dauert es länger – dann stimmen wir uns mit der Stadt und den Nachbarn ab und legen es möglichst in eine Zeit, in der ohnehin gebaut wird.
Gebaut wird erst, wenn alle Kosten feststehen, die Förderung zugesagt ist und genug Anschlüsse zusammenkommen – für einen neuen Abschnitt mindestens 30.
Nein. Der Wärmeliefervertrag läuft ab Beginn der Versorgung zunächst fünf Jahre und verlängert sich dann jeweils um zwei Jahre, wenn niemand neun Monate vor Ablauf kündigt. Die Kündigung muss schriftlich erfolgen, eine E-Mail reicht nicht. Alle Bedingungen bekommen Sie mit dem Vorvertrag, bevor Sie etwas unterschreiben.
Dann rufen Sie an oder schreiben Sie uns. Wir schicken Ihnen Vorvertrag, Preisblatt und Anschlussbedingungen zum Nachlesen. Mit dem Vorvertrag sagen Sie verbindlich zu – gebaut wird aber nur, wenn es sich für Ihren Straßenzug rechnet. Sonst wird auch kein Liefervertrag daraus. Widerrufen können Sie ihn 14 Tage lang.

So geht es los
Gebaut wird, sobald alle Kosten feststehen, die Förderung zugesagt ist und genug Nachbarn mitmachen. Rufen Sie an oder schreiben Sie uns – wir schicken Ihnen den Vorvertrag und alle Unterlagen.
Bürozeiten werden geprüft